Posterous theme by Cory Watilo

(m)Ein Animationsfilm

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(m)Ein Animationsfilm

 

 

Es steht fest. Meine bevorstehende Reise wird auch von zwei anderen sehr netten Künstlerinnen künstlerisch begleitet. Andrea Markart und Julia Laggner arbeiten derzeit in ihrem Atelier an der Vorbereitung eines Animationsfilmes über mein Gössenberger „Abenteuer“. Wie finde ich mich als Stadtmensch in den Bergen zurecht? Wie klingt meine Geschichte, die wertvoll genug ist, um der Welt mitgeteilt zu werden? Andrea und Julia haben Gespräche mit mir geführt und wir haben bereits fast alles, Ideen von Andrea und Julia, bisherige albanische und österreichische Eindrücke von mir. Es fehlt nur noch die wichtigste Ingredienz, der Rausch der Gössenberger Natur, die Gesichter und Geschichten der Menschen, die ich noch kennenlernen darf und auf die ich mich bereits freue. Um die Wahrheit zu sagen jetzt ist das Ganze bei mir auch mit ein bißchen Ängstlichkeit verbunden. Bisher waren es nur Worte aber bald werde ich wirklich in die Berge fahren. Julia wird mich besuchen kommen und auf diesen Besuch freue ich mich sehr, denn wie sonst kann ich auch mich selbst in der Gössenberger Natur bildlich und stimmlich am besten festhalten?

 

Julia Laggner und Andrea Markart führen in Graz das Atelier Trix Box, ein Atelier für Illustration, Malerei, Trick- und Dokumentarfilme. Kennengelernt haben sie sich im Jahre 2006 beim Minoritentheater in Graz. Ihre Freundschaft und Vertrauen zu einander entwickelte sich soweit, dass sie im Jahre 2008 sich entschieden haben, gemeinsam das Atelier zu eröffnen. Sie arbeiteten gemeinsam an der Realisation von 14 Trickfilmen, ein uniT – Projekt beim Steirischen Herbst, das die Lebensgeschichten von Leuten im Altersheim erzählt. Julia hat mit den Altersheimgeschichten weitergemacht und inzwischen hat sie ein Dokumentarfilm mit dem Titel „Heim ist daheim“ produziert. Der Film hatte seine Premiere im Diagonale Festival, befindet sich bei einem Verleih und wird bereits zu Festivals verschickt. Sie hat auch ein neues Dokumentarfilmprojekt. Andrea malt gern und es war für mich eine tolle Überraschung als ich sie besuchte, denn ich hatte mich nicht vorgestellt, dass ich auc h so viele Gemälde von ihr im Atelier finden würde. Sie hat auch Ausstellungen in einem Künstlerhaus, Lokalen und Hoschulen gehabt und hat früher selbständig als Illustratorin gearbeitet und dann war sie für Bühnenbild und Ausstattung im Minoritentheater zuständig.

Die beiden sehr netten Künstlerinnen arbeiten derzeit auch an einem sozialen Projekt mit Mädchen im Alter von 15 bis 24 Jahren, das von uniT veranstaltet wird. Sie begleiten die Mädchen künstlerisch gemeinsam mit einer weiteren Künstlerin und 3 Lehrerinnen. Ziel ist es ihnen ihren Weg in der Gegenwart und hin in die Zukunft so leicht wie möglich zu machen.

 

Und wenn dieser ganze interessante Informations- und Bilderfluss nicht reichte, kam auch die vielleicht tollste Überraschung für mich überhaupt … Julia Laggner hat Albanien bereits als Touristin besucht und war noch darüber begeistert und Andrea Markart überlegt sich dasselbe zu machen, also als Touristin nach Albanien zu fahren.

 

Meine Geschichte lag dort, auf dem Boden ihres Ateliers, samt Fotos von Tirana und von mir, und ich konnte nur mein Herzklopfen hören, wie das auch nach dem Rhythmus meines Lächelns und Lachens ging. Es stand also zumindest für mich fest. Eine tolle albanisch-österreichische (österreichisch-albanische) künstlerische Zusammenarbeit und vielleicht auch eine nette Freundschaft sind dabei zu entstehen.